Stolpersteine e.V.

Crusiusstraße 14

Hermine

Grünfeld

Hermine Grünfeld, geborene Hosp, genannt Hartmann wird 1891 geboren und protestantisch getauft. Seit 1924 ist sie verheiratet mit Theodor Grünfeld. Das Ehepaar bleibt ohne Kinder.

Ihr Mann wird 1882 in Wien geboren. Er kommt im Jahr 1900 nach Memmingen und arbeitet als Prokurist in der Firma von Julius Gutmann, bei der auch Ignaz Gutmann tätig war.

1938 wird er bei der Pogromnacht in Chemnitz verhaftet und ins KZ Buchenwald verschleppt, am 16.12. 1938 wieder entlassen.

Aufgrund seiner evangelischen Frau wird er zunächst nicht deportiert, muss aber im April 1939 zusammen mit ihr seine Wohnung verlassen. Die Schikanen der Nazis zwingen sie, immer wieder umzuziehen, erst in die Moltkestraße, dann in die Kalchstraße, in die Kreuzstraße und die Zangmeisterstraße.

Am 14.Mai 1942 muss das Ehepaar nach Fellheim umsiedeln, Zusammen mit Ignaz Gutmann und Hugo Günzburger wird er im Februar 1945 nach Theresienstadt deportiert. Dort wird er befreit und er kehrt am 01. Oktober 1945 nach Memmingen zu seiner Frau zurück.
1950 starb er in Memmingen, seine Frau überlebte ihn um 20 Jahre. Ein Neffe von Hermine Grünfeld war bei der Stolpersteinverlegung am 08.10.2024 anwesend.

Quellen

Paul Hoser, Die Geschichte der Stadt Memmingen. Vom Neubeginn im Königreich Bayern bis 1945. Herausgegeben im Auftrag der Stadt Memmingen von Hans-Wolfgang Bayer in Verbindung mit Uli Braun, Stuttgart 2001

Theodor

Hermine

Maria

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Berta

Theodor